Zur Interessenlage der Autoren

Wir, die Autoren, sind Biologen. Unsere eigenen Forschungsarbeiten sind in verschiedenen Zweigen dieser klassischen Naturwissenschaft angesiedelt: Der Immunologie, der Zellbiologie und der Entwicklungsphysiologie. Hier ergaben sich immer wieder Aspekte, die auch für die Tumorbiologie relevant sind. Deshalb beschäftigen wir uns theoretisch (C. Schlatterer, G. Knoll) und auch praktisch (U. Kämmerer) mit tumorbiologischen Fragen.

Das in immer mehr Fachpublikationen dokumentierte, weltweit steigende Interesse der Lebenswissenschaft am Stoffwechsel von Tumorzellen, aber auch persönliche Betroffenheit aus dem Familien- und Freundeskreis führte dazu, dass wir uns verstärkt mit dem Krebsstoffwechsel und damit zwangsläufig auch mit Ernährungsaspekten beschäftigten.

Die publizierten Daten aus Zellkulturstudien und Tierversuchen zeigen, dass eine fettreiche, dafür kohlenhydratarme „ketogene“ Ernährung bei einer Krebserkrankung wissenschaftlich plausibel ist. Auch die bislang verfügbaren, vereinzelten kleinen klinischen Studien lassen die Schlussfolgerung zu, dass die ketogene Ernährung Betroffenen helfen kann. Wir plädieren aber klar für weitere, größere Studien zur Überprüfung der (wenn auch aufgrund der bisherigen Datenlage schon gut belegten) Hypothese: „die ketogene Diät hilft onkologischen Patienten“.

Weil es so viele Anfragen zum Thema gab, haben wir dieses Buch geschrieben, um damit interessierten Patienten und Fachleuten die Möglichkeit zu geben, sich umfassend und wissenschaftlich belegt über die Datenlage zu informieren. Das Buch soll Betroffenen ermöglichen, sich rational für oder gegen die ketogene Ernährungsform zu entscheiden. Wie schon im Buch geschehen, möchten wir auch an dieser Stelle nochmals betonen, dass eine ketogene Ernährung kein Heilsversprechen darstellt; sie ist keine „Krebsdiät“ und man kann mit ihr den Tumor auch nicht „aushungern“. Wir möchten außerdem auch hier nochmals darauf hinweisen, dass das Buch eine ärztliche Beratung nicht ersetzt – wir bieten als Naturwissenschaftler keine ärztliche Beratung an, dies ist allein Medizinern vorbehalten.

Nach Erscheinen des Buchs haben wir sehr viele positive Rückmeldungen von Betroffenen, aber auch von Medizinern und Wissenschaftlern gerade ob unserer objektiven und umfassenden Darstellung der belegten Datenlage bekommen. Von einzelnen Personen wurde uns aber auch öffentlich gerade der Vorwurf gemacht, dass wir Heilsversprechen abgäben, unseriös seien und falsche Behauptungen aufstellten. Mit Verwunderung haben wir die Art und Energie, mit der diese Personen argumentieren, zur Kenntnis genommen. Eine nach unserer Auffassung derart weltanschaulich geprägte und fast fanatische Rhetorik war umso überraschender für uns, weil dies zumindest in biologischen Wissenschaftlerkreisen unbekannt ist. Hier – und damit auch für uns – gilt die Maxime „Wissenschaft – das ist das ständige Überprüfen von Hypothesen, ungeachtet jeder Autorität, sei sie politischer oder spiritueller Natur.“ (SPON)

Mit dieser Webseite möchten wir Sie über neue Daten informieren, die zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches noch nicht verfügbar waren, Kontroversen und Anwürfe diskutieren und nicht zuletzt Ihre Fragen beantworten und Anregungen aufnehmen. Diese Webseite erlaubt uns auch, auf ähnliche Fragen, Kommentare und Anmerkungen „gebündelt“ einzugehen, anstatt diese zeitintensiv einzeln zu beantworten.

Wir haben auch keine weitergehenden finanziellen Interessen: Neben dem Buch gibt es nichts zu kaufen. Eventuelle Honorare für Fach-Vorträge werden von uns vollständig an das Spendenkonto der Uni Würzburg (Unversitätsklinikum Würzburg, Hypovereinsbank Würzburg, BLZ:79020076, Konto 326255084, KS: 95619900, FS: 8690828, Stichwort „Spende ketogene Diät“) zur Finanzierung weiterer Forschung weitergeleitet.

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